Sommer in Berlin

Nun ist unsere Reise nach Chile  schon seit 2 Monaten beendet. Es war einfach nur toll. 6 Wochen lang mit Schiff, PKW, Flugzeug und zu Fuß durchs wilde Patagonien, Santiago, die Atacama-Wüste und Rapa Nui. Die Landschaften, das Stadtleben und die alte Kultur waren so faszinierend, das uns nicht einmal die sonst übliche Urlaubsmüdigkeit angefallen hat. Wolfgang hat dann auch in Windeseile seinen Reisebericht erstellt und den werde ich als ersten hier einstellen, bevor ich nach und nach die früheren Reiseberichte hinzufüge. Ich empfehle, mit Zoom zu lesen, denn die Fotos sind wirklich sehenswert.

Am 3. April waren wir dann in Berlin zurück, etwas erschöpft nach der gut 2tägigen Rückreise, etwas zu überfressen von dem vielen Restaurantessen und etwas familienmüde nach 5 Wochen Gemeinsamkeit mit unserer Tochter Hannah. Dabei war Hannah mehr als verträglich. Sie hatte einfach Spaß am Autofahren, Kopfhörer fürs Abschalten und genügend heruntergeladene Filme und Hörbücher gegen Langeweile.

Aber nun winkt uns ein langer Sommer in Berlin, der erste, den wir weitgehend hier in der Stadt verbringen. Und unser Terminkalender war schon gut gefüllt. Ein paar Arzttermine waren fällig, Theater, Philharmoniekonzert und vor allem einige private Festivitäten standen an.

Den Anfang machte unsere Freundin Georgia, die ihren runden Geburtstag in der PANAM Lounge feierte, einer skurrilen Location in der Nähe des Bahnhof Zoo. Hier hatte die US-Fluglinie PANAM ihre Büros und Gesellschafträume, bevor sie 1991 pleite ging. Die Lounge atmet den Stil der 60iger Jahre, nette junge Frauen in klassischen hellblauen Stewardessen-Uniformen, mit Schiffchen und aufgebauschten Pferdeschwanz darunter umsorgten die Gäste. Und als Highlight trat ein Acapella Damenquartett mit Beatles-Songs auf.

Zum 1. Mai hatten wir zu uns auf die Terrasse eingeladen. Schon im Vorjahr hatten wir am 1.5. bei uns gefeiert und möglicherweise wird daraus eine neue Tradition. Anfangs trudelten die Zusagen unser engeren Freunde, u.a. aus der ehemaligen Lollar-Connection, eher zögerlich ein, so dass wir uns entschlossen, den Kreis zu erweitern. Zum Schluss waren wir dann, einschließlich einiger Freunde, die auch ohne Rückmeldung dazukamen, 32 Personen. Ab 15.00 feierten wir, zum Glück bei recht manierlichem Wetter, auf unserer Dachterrasse. Wir begannen mit Kaffee und Kuchen und machten mit Sekt weiter. Später gab es alle möglichen Kleinigkeiten aus meiner Küche (Empanadas, gebratene Speckaprikosen, Lauchtarte usw.) mit vornehmlich Sekt. Es endete erst gegen Mitternacht, als der Sekt alle war. Wegen der doch vorherrschen Enge, vor allem als es etwas kühler wurde und sich das Fest ins Wohnzimmer verlagerte, richtete ich kein Buffet her, sondern portionierte alles auf kleine Teller, die dann weitergereicht wurden. Erst als buchstäblich alles aufgegessen war, hatte ich dann Muße mit unseren Freunden zu schwätzen. Für das vorsorglich besorgte umfangreiche Angebot an alkoholfreiem Bier hegte übrigens niemand Interesse.

Wenige Tage später folgte ein Geburtstagsfest eines Freundes in seinem  idyllischen Forsthaus in Altrosenthal. Im Juni fand dann unser schon seit vielen Jahren etabliertes Ingenieurschultreffen statt, dieses Mal an der Müritz. Der diesjährige Hans-Day, das Sommerfest eines Freundes, fiel 2018 aus wegen eines Wasserrohrbruchs, aber der von Hans und Klaus organisierte alljährliche Ausflug in die Umgebung Berlins fand statt. Er führte uns dieses Jahr nach Potsdam, u.a. um die Alexandrowska zu besichtigen, ein sehr kurioses Ensemble von Holzhäusern, ehemals für heimwehkranke russische Chorsänger erbaut. Im Juli dann endete unser Feiermarathon erst mal mit einem Bootsausflug auf den Havelseen und zwei runden Geburtstagsfeiern.

 

Wie zu merken, hatte ich mal wieder eine längere Schreibpause. Es gab einfach zu viel zu erledigen. Außerdem mussten wir eine ausgiebige Hitzeperiode überstehen, 30 bis 35° Außentemperatur wärmen natürlich auch unsere Dachwohnung auf. Und die Fußbodenheizung, tagsüber von der Sonne bestrahlt, sorgt dann auch für kuschelige Nächte. Die Hitze ließ sich nur mit möglichst wenig Anstrengung überstehen. Aber jetzt ist es häufiger etwas kühler. Und unsere nächste Reise steht bevor: am Ende dieser Woche brechen wir nach Grönland auf und erkunden per Schiff den Beginn der Nordwestpassage.

 

Lange Pause

Seit dem letzten Beitrag vergangenen September ist nun einige Zeit vergangen. Drei Reisen haben wir in der Zwischenzeit unternommen: Wir waren auf Rundreise in Marokko, über Neujahr auf Usedom und in der zweiten Januarhälfte in der Karibik. Und schon steht nächste Woche eine weitere Reise an, 6 Wochen Chile, von Süd nach Nord, zum Schluss noch auf die Osterinsel. Die Pause in der Beschreibung unserer Feste wird also noch etwas länger.

Aber die Planung zu dieser Webseite ist natürlich weitergegangen, dazu muss man ja nur denken und das geht überall.

Sogar drei Themenkomplexe haben sich gezeigt:

  1. Feste feiern, mit diesem Teil habe ich ja schon begonnen, Ideen für Unterthemen haben sich gefunden. Vermutlich werde ich aber alle Unterthemen Fest für Fest abarbeiten:
    1. Das Drum und Dran
    2. Sammlung der Einladungen
    3. Menupläne
    4. Einkaufslisten
    5. Rezepte
    6. Fotos und anderes
  2. Verreisen, so weit weg, wie möglich, hier werden wir – zunächst  in einem nicht öffentlichen Teil – Wolfgangs Reiseberichte einstellen. einige Reiseziele gefällig? Myanmar, Alaska, Botsuana, Neuseeland, Brasilien, Südengland, Antarktis, nur um mal jeden Kontinent zu streifen.
  3. Wolfgangs Familienchronik, seit mehreren Jahren schreibt Wolfgang an der Chronik seiner Familie. Was als Idee begonnen hatte, Papiere zu sortieren und frühere handgeschriebene, verblichene und lückenhafte Familiengeschichten zusammenzufassen, hat sich zu einem veritablen Projekt ausgewachsen. Nicht nur die Vervollständigung und Sortierung des Stammbaums nach dem Henry-System erwies sich als Heidenarbeit. Es fanden sich immer mehr Geschichten zu einzelnen Familienmitgliedern, neue Verwandte und vor allem frühere Generationen wollten erforscht werden. Es gab Veröffentlichungen zu oder von Familienmitgliedern, Dokumente im Preußischen Geheimen Staatsarchiv und anderen Dokumentensammlungen, die Familiengeschichten von entfernteren Verwandten, Militär- und Schiffsberichte zu sichten. Besonders interessant waren auch Porträts und frühe Fotographien. Wolfgang entschied sich, gelegentlich geschichtliche Zusammenhänge zu schildern, Sachbeiträge zu verschiedenen gesellschaftlichen oder beruflichen Zusammenhängen zur Verdeutlichung der Lebensumstände zu verfassen. Immer wieder waren bei der Recherche Schwierigkeiten zu überwinden. Vieles ermöglicht das Internet, aber die Sucherei erweist sich schnell als kompliziert und viele Websites erfordern nicht nur Registrierung, sondern sind auch wenig benutzerfreundlich. Und alles entwickelt sich immer weiter. Heute können Seiten gefunden werden, die es vor wenigen Wochen oder Monaten noch nicht im Netz gab. Originaldokumente waren handschriftlich verfasst und nicht nur in Sütterlin geschrieben, sondern oft auch mit einer „Sauklaue“ und höchst zweifelhaften Orthographie, verbunden mit heute unbekannten grammatikalischen Wendungen und unbekannten Worten. Die frühe Familiengeschichte weist nach Holland, hier kommt dann auch noch die fremde Sprache hinzu, Rechtsgeschäfte und Verbindungen zur Kirche verlangen Kenntnisse in Latein, usw. Für all das mussten Lösungen gefunden werden. Mittlerweile umfasst der Stammbaum 19 Generationen und geht bis um 1400 zurück. Familiengeschichte ist immer dann interessant, wenn Bilder, Anekdoten, besondere Lebensumstände und deren Zusammenhang mit den Weltläufen eine möglichst detaillierte Vorstellung für den einzelnen Verwandten ergeben. Außerdem soll auch heute ein Familienmitglied die Geschichte seines Zweiges möglich ohne große Sucherei vollständig lesen können, so daß manche Beschreibungen doppelt auftauchen. Und so ist das Projekt auf über 900 Seiten angewachsen und noch nicht beendet. Nicht nur dass verschiedene Details bekannt wurden, aber noch nicht beschrieben sind, immer wieder kann Neues auftauchen. Außerdem fehlen oft noch Quellenangaben, eine Bibliographie, das Register usw. Solange nicht ein zufriedenstellender Bearbeitungsstand erreicht ist, werden wir zwar die Chronik hier einstellen, jedoch auch im geschützten Bereich, um gelegentlich Personen zum Reinschauen einzuladen.

 

 

Festvorbereitung

Mit den Jahren ergaben sich immer festere Traditionen für unser Fest. Unsere Berliner Freunde nannten sich die Lollar-Connection und trafen sich zu Jahresbeginn mehrfach, um die Reise zu planen, und vor allen, um ein gemeinschaftliches -Geschenk für uns zu finden. Das konnte eine ziemlich aufwendige Angelegenheit sein, wie im Beitrag „33 Feste“ zu lesen.

Wir bemühten uns, die Einladungen 6-8 Wochen vor dem Fest fertig zu machen, damit genügend Zeit für alle Planungen blieb. Nachdem wir unsere Einladungen anhand einer langen Liste verschickt hatten, erwarteten wir gespannt die baldigen Antworten. In der Regel konnten wir mit 13-15 Personen am Freitagabend und als Hausgäste rechnen. 25 bis ca. 35 waren am Samstagabend dabei. In unserem Haus gab es mittlerweile eine feste Zimmerverteilung: mein Schlafzimmer, das Schlafzimmer unserer Tochter, Bibliothek, Ankleidezimmer und Mädchenkammer waren fest vergeben. Die überzähligen Männer gingen in  den Wintergarten im Untergeschoß. Und wer dann noch nicht untergekommen war, dem blieben unsere Arbeitszimmer, weniger beliebt, lagen sie doch auf derselben Ebene, auf der auch gefeiert wurde. Früh zu Bett gehen konnte man dann eben nicht, wegen der Lautstärke und wohl auch gelegentlicher Störungen durch verirrte Gäste.

Mit nur wenigen Ausnahmen fanden die Feste im März statt, eine Jahreszeit, die nicht gerade mit bestem Wetter gesegnet ist. Zumindest aber war das Getränkekühlen nie ein Problem. Kisten und Flaschen standen einfach draußen auf der Treppe zu unserem Garten. Für Bier, Saft und Wasser gab ich bei einem Getränkelieferanten eine Bestellung auf, das Bier kaufte ich auf Kommission. Es durfte auf keinen Fall ausgehen, schließlich ist auf dem Dorf am Wochenende schlecht Nachschub zu beschaffen. Wir wollten aber auch nicht auf Unmengen übriggebliebener Bierflaschen sitzen bleiben, und das Leergut musste ja auch zurück. Für ausgiebige Wein- und Sektvorräte unternahmen Wolfgang und ich einen Besuch bei einer gut bekannten Weinhändlerin mit dem schönen Namen Pfeffermann. Dort probierten wir uns durch verschiedene Rot- und Weißweine. Der Wein durfte weder zu ausgeprägt schmecken, also nix Exotisches, er sollte nicht schlagen und unsere Gäste vorzeitig ihrer Beredsamkeit oder Tanzlust berauben. Schließlich war immer damit zu rechnen, dass jeder einzelne Gast größere Mengen mehrere Tage lang zu sich nehmen würde. Auch größere Sektvorräte mussten beschafft werden, die wir angesichts unserer Lieblingsmarke allerdings nicht probieren mussten. Das mit genügend Sekt war wirklich wichtig. Bei einem der ersten Feste hatten wir uns verschätzt, so dass findige Freunde sich aufmachten, unseren Weinkeller zu inspizieren und dort den warmen, eben nicht gekühlten Champagner zu Rettung der Durstigen requirierten. Nicht dass wir ihnen den nicht gegönnt hätten, aber Champaign lauwarm ist sicher kein Genuss. Was an Wein übrig blieb, überlebte in der Regel auch nach dem Fest nicht sonderlich lange.

Nachdem die Getränkefrage weitgehend gelöst war, musste noch die Musikanlage bestellt werden. Unsere Freunde lieben Lautstärke zum Schwoof und die gab unsere fein getunte Stereoanlage nur widerwillig und nicht unbeschadet her. Also wurden leistungsfähige Lautsprecher, Steueranlage und genügend Kabel zum Anschluss von Plattenspieler, CD-Spieler und später auch Laptop beschafft. Mit der Zeit hatte ich eine Auswahl von tanzbarer Rockmusik beschafft, vielfach auf Samplern von Time Life, Kuschel-Rock, Fetenmusik usw. Wolfgang rümpfte darüber die Nase, ihm kamen nur die puristischen Originalalben ins Haus. Ich aber brauchte schnell verfügbare Musik für viele Stunden. Meist ging es mit der Tanzerei gegen 23.00 Uhr los und konnte bis gegen 4.00 dauern, ehe alle müde waren und nur noch schwätzten. Und dann war noch der Musikgeschmack unserer alten Berliner Freunde, die vornehmlich Rockmusik ab den späten 60ern bis in die frühen 80er bevorzugten. Unsere örtlichen Freunde, im Durchschnitt 15 Jahre jünger standen eher auf Disko aus den 80ern und 90ern. Beides musste schnell zur Hand sein. Vorgefertigte Spiellisten gingen gar nicht.

Ein Thema, das mich gar nicht interessierte, war Dekoration. Ich hatte genügend Geschirr und Besteck, schließlich hatten Wolfgang und ich unsere Erbstücke zusammengeschmissen, als wir ein Haus bezogen. Wir hatten bei unseren Reisen nach England Vergnügen daran gehabt, Wolfgangs Familiensilber, Robbe und Berking Spaten, um altes Spatensilber mit viel Vorlegebesteck zu ergänzen. Zur Belohnung für mein bestandenes Diplom hatte ich mein erstes richtiges Monatsgehalt in KPM Essgeschirr umgesetzt und später immer weiter ergänzt. Es gab Tischdecken für die lange Tafel, im ganzen Haus zusammengesammelte Stühle, ausreichend Gläser. Auch große Töpfe waren nach und nach angeschafft worden, und unser Keller war groß genug, um das alles zu lagern, wenn wir es nicht brauchten. Man darf nicht vergessen, unsere ersten Feste waren bei weitem einfacher konzipiert als die späteren, schließlich wurde ich immer versierter in jeder Hinsicht, was die Planung und Durchführung unserer Feste anging.

Als also alle Nebenschauplätze geregelt waren, ging es ums Essen. doch davon beim nächsten Mal mehr.

Feste in Lollar 1982 bis 2015

Wen die Geschichte unserer Feste in Lollar interessiert, kann den Beitrag „33 Feste in Lollar“ nachlesen. Das ist eine persönliche kurze Chronik, die ich zunächst in den nicht öffentlichen Bereich setzte, das heißt, ihr müsst Euch anmelden und erhaltet ein Password. mit dem ihr künftig Zutritt zu diesen privaten Bereichen habt.

Wenn Euch aber der Ablauf der Feste interessiert:

Natürlich gab es für diese Feste einen harten Kern von 8 bis 10 teilnehmenden Freunden, die möglichst alle dabei sein wollten. Also fand die Terminplanung bereits während eines Kurzurlaubs über Sylvester im Freundeskreis auf Amrum statt. In der Regel kurz nach Jahresbeginn begannen wir mit der Verfassung einer Einladung. Wolfgang, mein Mann, machte sich daran, ein gerade aktuelles persönliches, gesellschaftliches oder politisches Thema zum Aufhänger für seine launigen Einladungen zu wählen.

Beispiel gefällig?

Lollar 2.2.2007

Liebe Freunde,       

das war es dann: Der Winter fällt aus. Es hat ja keiner auf uns gehört, bzw. auf Wolfgangs Vetter Berkemeyer in Ratzeburg, der bekannter Weise Bauer war. Er sagte schon im Jahr 1961, dass es mit dem Atom ein böses Ende geben wird. Recht hatte er. Dann kam das Ozonloch dazu, dass man damals ja noch nicht kannte. Die Auswirkungen auf den Menschen sind unabsehbar, von der Natur ganz zu schweigen. Der moderne Mensch hat sich doch gerade daran gewöhnt, hinter seiner automatisch beschickten Pelletheizung mit reduzierter Aktivität in einem winterschlafähnlichen Zustand dahinzudämmern. Heute schaut er, bei zu hohen Außentemperaturen schwitzend, auf die tobenden Stürme, die dabei sind, den mühsam getrimmten Ziergarten in seinen ursprünglichen natürlichen Zustand zu versetzen.  

So kann der Mensch die Regeneration durch den Winterschlaf nicht genießen. Er verfällt in einen labilen Zustand, der ihn innerlich zerreißt. Dämmerzustand oder Verteidigung des eigenen Territoriums, nämlich dem Ziergarten? Das beste Beispiel solcher Zerrissenheit zeigt derzeit Edmund Stoiber. 

Was geht das aber uns an (frage ich mich auch, aber nur zwecks Überleitung)? Ist der Mensch, auch gerade der Berliner, die extremen Nordlichter oder die gemäßigten Hessen in der Lage, bereits im März den Zustand der Labilität zu überwinden? Kann er sich den Strapazen einer Auto- oder Eisenbahnreise, überflüssiger und weltfremder Diskussionen, exzessiver Völlerei und sinnloser Hopserei bei zu lauter Musik bereits aussetzen? Oder droht der Menschheit ein Dauerzustand der Unentschlossenheit, nur weil der Scheißwinter fehlt ? 

Wir hoffen und laden ein zu unserem Fest in Lollar am  

1. März 2007 um 20.00 Uhr. 

Bei rechtzeitiger Anmeldung bemühen wir uns (zugegeben mit wechselndem Erfolg), Euch angemessen zu beherbergen oder unterzubringen, Häppchen vorzuhalten und das ein oder andere Bierchen zu kühlen. Ihr müsst uns nur Bescheid sagen und Eure Vorlieben, am besten im Klartext, benennen. Zaghafte Andeutungen kriegen wir in unserem Dämmerzustand derzeit nicht mit. Kommt bitte zahlreich und reißt uns da raus. 

Liebe Grüße

Immer gab es zwei  Einladungen, die für die Wochenendbesucher und die für die Teilnehmer an der Fete am Samstagabend.

Nach der nachmittäglichen Anreise findet freitags ein sogenanntes „gesetztes Essen“ statt. Es wird eine lange Tafel aufgebaut, an der bis zu 15 Personen Platz haben. Unser alter normaler Esstisch war dazu bestens geeignet. Auf jeder Seite konnte er zweimal ausgezogen werden, es klappten dann sogar Zusatzbeine aus. Bestimmt 15 Jahre lang habe ich für diesen ersten Abend entweder Fondue oder Raclette zubereitet. Und dann kam das Jahr, in dem ich zufällig etwas anderes vorbereitet hatte. Das nahmen unsere Freunde zum Anlass einzugestehen, dass ihnen die Fondue/Raclette-Geschichte längst zu langweilig geworden war. Von da an gab es dieses Essen nie wieder. Häufig versuchte ich bereits für den Freitag etwas zuzubereiten, was zum kulinarischen Motto des folgenden Samstag passte.

Das war nämlich eine der Besonderheiten dieser Feste. Samstags  kamen weitere Besucher und abends auch Freunde aus dem nahen Umland, um eine ausgiebige Fete zu feiern. Dann waren wir zwischen 25 und 35 Personen. Es gab jedes Jahr ein kaltes und warmes Buffet, das in einer gemeinschaftlichen Kochaktion am Samstag zwischen 18.00 und 19.30 Uhr  von ca. 8 Personen zubereitet wurde. Danach machten wir uns fein, um pünktlich die aushäusigen Gäste zu empfangen. Natürlich war das selbst in unserem Haus in der 16 m² großen Küche eng. Aber es ging und wir hatten Spaß. Jedes Jahr hatte ich mir ein anderes Motto ausgedacht, Gerichte zusammengestellt, Rezepte kopiert, variiert, manchmal auch selbst erfunden, und die Menükarte geschrieben.

Hessen à la carte 

Spundekäs

Matschko

Spargelsülze 

 

Schmierkuchen und Fettebrote vom Ausgehobenen 

 

Löwenzahnsalat

Mottessalat

Sauerkrautsalat 

 

Gefüllte Zucchini

Backofenkartoffeln

Lauchzwiebelgemüse

Kerbelsuppe 

 

Dippehas

Wildgeflügelterrine

Saurer Schinken

Ochsenbrust mit grüner Soße 

 

Rotweinkuchen

Rieslinggelee

Schwarzer Magister

Kirschenmichel

 

Alles war eingekauft, so weit wie möglich vorbereitet, einige Gerichte auch ganz fertig, und die Aufgaben wurden nach Fähigkeiten verteilt. Währenddessen bereitete Wolfgang die Räumlichkeiten vor. Der große Tisch diente als Buffet, Raum zum Tanzen wurde geschaffen , die extra ausgeliehene Musikanlage installiert, später sogar ein Stehtisch für die passionierten Thekensteher aufgestellt und Getränke bereitgehalten. Einer unserer Freunde diente der Küchencrew als Mundschenk, und es gab auch tatsächlich welche, die in diesem Tohuwabohu Sportschau guckten. Jedenfalls waren die Vorbereitungen immer eine Riesengaudi und gehörten einfach zum Event.

Während wir am Freitag meistens zwischen 2 und 3 Uhr fertig waren mit Essen, Trinken und Schwatzen, endeten die Feste samstags erst im Morgengrauen gegen 6 Uhr. Jedes Mal war dann aber auch alles aufgeräumt und bereit für die Frühstücksbrigade, die ab acht Uhr morgens mit Kaffeekochen, Tischdecken und Brötchenbacken beschäftigt war. Logisch, dass ich an einem solchen Wochenende nicht viel Schlaf bekommen habe. Am Samstagmorgen waren beim Frühstück ja nur die Hausbewohner, Sonntagmorgen kamen aber auch zu wechselnden Zeiten alle zu uns, die in den Hotels und Gasthöfen übernachtet  und dort natürlich das Frühstück verpasst hatten.

Nach dem Frühstück bildeten sich Gruppen für verschiedene Aktivitäten, einen Ausflug, eine Wanderung, einen Besuch bei Freunden in der Nähe. Manche nahmen schon mal das erste Bier für den Nachdurst und fanden Gleichgesinnte zum weiteren Schwatz über alte und neue Zeiten. Einige reisten natürlich auch schon ab.

Sonntagsabend klang das Fest dann beim Abendessen in einem örtlichen Restaurant aus, zu dem wir traditionellerweise eingeladen wurden. Die Heimfahrt traten die meisten Montag Mittag per Zug an, nach einem ausgiebigen Frühstück, dem Abbau der Betten, dem Zusammenpacken der persönlichen Habseligkeiten und dem Verstauen aller Essenreste in unserem Auto. Die nahmen wir nämlich mit ins Büro, wo sie dann mit Interesse von unseren Mitarbeitern erwartet und vertilgt wurden.

Wie das alles ging, erzähle ich Euch gern beim nächsten Mal.

Der Anfang

It’s my Life

In meinem Leben habe ich einige Interessen, die mich immer begleitet haben. Dazu gibt es Dokus, die ich mit Freunden teilen möchte.

Die wichtigsten:

Feste Feiern

Reisen so weit weg wie möglich

Webseiten erstellen gehört nicht dazu. Also taste ich mich heran und optimiere, wenn mein sicher zunehmender Erfahrungsschatz es zulässt.

Worum es mir geht?

Seit mehr als 30 Jahren feiere ich ausgiebige Feste mit Freunden. Die wichtigste Einladung im Jahresverlauf gilt einem Fest über ein ganzes Wochenende: Schon die Einladungen haben Bezug auf die „Weltlage“, Freunde reisen Freitagnachmittag an, Abendessen für 15 Personen, samstags Ausflug und abends großes Büffet für rund 30 Personen, Gespräche, Tanz, Feiern bis zum Morgengrauen, Abreise Montagmittag. Alles findet in unserem Haus statt, bis zu 15 Personen übernachten dort, es wird gekocht nach wechselnden Themen, nie habe ich mich beim Samstagsbüffet wiederholt, kein Catering.

Dazu gibt es Aufzeichnungen, Rezepte, Menükarten, Einkaufslisten…

Schon immer bin ich gern verreist, ich hatte Vorstellungen von meinen Reisezielen und wollte wissen, wie es dort wirklich aussieht. Lange Zeit hat Arbeit mich von ausgiebigen Reisen abgehalten. Jetzt, wo ich frei bin und so oft weg kann, wie ich will, brauche ich einen gewissen Komfort, Rucksack und Schlafsack auf der Erde kommt nicht mehr in Frage. Aber exotisch kann es gern sein, wir besuchen ein Land ausgiebig, häufig auf wenig genutzten Routen. Die Planung ist aufwendig, die Reisen selbst immer noch einigermaßen anstrengend.

Mein Mann macht Tausende von Fotos und stellt eine Auswahl in sehr persönlich kommentierten Reiseberichten zusammen.

Das alles haben wir immer schon gern mit interessierten Bekannten geteilt. Emails und Dropbox sind dafür zu aufwendige Wege, vielleicht gelingt es mit dieser Webseite besser. Wir teilen unsere privaten Erinnerungen natürlich nicht unbesehen mit jedem. Deshalb wird es einen öffentlichen Bereich geben und einen passwortgeschützten.

Über Kommentare und Zuschriften freue ich mich aber in jedem Fall. Als erstes gibt es deshalb eine Emailadresse susanne@susannestruck.de.

Soviel für den Anfang. Bis bald