Köstlichkeiten aus dem fernen Osten

1997 war ein ganz gewöhnliches Jahr, Hannah war 5 Jahre alt , ich wurde 41 und Wolfgang 53. Unsere Firma lief wie immer. Auch in meinen „Fest-Unterlagen“ war nichts besonderes zu finden. Aber das Menü klingt toll und passt mit seiner Leichtigkeit ins nicht mehr so ferne Frühjahr.

Hier also zunächst die Einladung, das Menü und dann die kopierten Rezepte.


Wie immer steht bei diesen Rezepten dabei, wann ich es gemacht habe und ob ich ein Rezept vervielfacht habe. Oft habe ich auch ein Rezept verändert, damit es funktioniert. Da ich nicht zur Probe gekocht habe, musste ich hierbei auf meine Erfahrung zurückgreifen. Oder ich habe das verändert, was ich selbst nicht mag. Z.B. mag ich keinen frischen Koriander und habe ihn durch glatte Petersilie ersetzt.

Viele der asiatische Gerichte kombinieren uns bekannte Zutaten lediglich in anderer Weise, fügen von uns selten verwendete Gewürze hinzu und kommen mit kurzen Garzeiten aus. Da ich aber nicht viele Gewürze kaufen wollte, die ich später nie zu Ende verbrauche, habe ich in dieser Hinsicht zu komplizierte Gerichte gar nicht ausgesucht.

Und seht mir auch nach, dass die verwendeten Rezeptkopien optisch eher unschön sind. Ich habe mich am Rande mit der Beschaffung besserer Texte befasst. Auch Copyright Richtlinien sind natürlich eine Frage. Aber vieles stammt aus sehr alten Büchern und Zeitschriften, die es schon lange nicht mehr gibt. Ich hätte alles abschreiben können, um solche Fragen zu umgehen. Aber dies hier ist meine private Website, sie steht meinen Freunden zur Verfügung, ich verfolge damit keine kommerziellen Ziele. Und zu reiner Fleißarbeit habe ich keine Lust.

Es gibt hier kein Sushi-Rezept. Sushi habe ich nach diesem Fest immer wieder zu besonderen Gelegenheiten und kleineren Einladungen gemacht, häufig kombiniert mit Sashimi, also rohem Fisch. Ich brauche für Sushi kein Rezept mehr, ich koche japanischen -Sushi-Reis nach Anweisung, breite ihn auf einem Brett aus und träufele – nicht zu viel – Reisessig darüber. Während er abkühlt, bereite ich die Füllungen vor: ein kleines in Streifen geschnittenes Omelett, Avocadostreifen. Lachsschnitze, Surimi (falsches Krebsfleisch), sogar Keta-Kaviar, einige Garnelen, Paprika, Gurke, Frühlingszwiebel oder Schnittlauch, Wasabi zum Würzen. Je bunter, desto besser. Fleischige Füllungen mag ich persönlich nicht. Halbierte Garnelen kann man als Hülle verwenden und mit dem Reis füllen. Oder man nimmt einen Streifen Lachs und Gurke und hüllt diese in den klebrigen Reis ein und wälzt alles in gerösteten Sesam. Meistens aber nehme ich Nori-Algenblätter, lege wenig Reis darauf, einen Streifen Füllung, wenig Wasabi, und wickle alles mit einer Bambusmatte zu einer dünnen Rolle. Für mich soll es wenig Reis und viel Füllung sein. Die Röllchen kann ich bis zum nächsten Tag, eingewickelt in Klarsichtfolie im Kühlschrank aufbewahren, bevor ich sie dann in Stücke schneide und mit eingelegtem Ingwer, guter Sojasauce und Wasabipaste serviere.

Die folgende Kartoffelsuppe kann nach dem Pürieren eingefroren werden. Wenn man sie dann wieder erwärmt Kokosmilch, Creme Fraiche und Limettensaft mit dem Schneebesen unterrühren, aber nicht mehr kochen. Etwas gehackte Petersilie für die Optik darüber streuen.

Die beiden Fleischgerichte sind dazu bestimmt kalt oder lauwarm gegessen zu werden und passen damit auch wunderbar zu Picknicks. Man kann den Schinkenbraten aber auch heiß aus dem Schmortopf essen.

Die folgenden eingelegten Gemüse und das Tomaten-Mango-Chutney können ruhig einige Tage vor dem Fest zubereitet werden.

Und jetzt kommen die Nachtische. Besonders genial ist der Schokokuchen, ich habe ihn auch später immer mal wieder gebacken, wenn ich Gäste erwartete. Für uns zwei allein ist die Menge einfach zu groß.