33 Feste in Lollar
Oder was passiert, wenn einer in die Provinz auswandert – Jahrestreffen mit kulinarischem Anspruch
1982 bis 2015

(bitte anklicken zum Ansehen)

Erinnerungen
33 Feste in Lollar
Oder was passiert, wenn einer in die Provinz auswandert – Jahrestreffen mit kulinarischem Anspruch
1982 bis 2015

(bitte anklicken zum Ansehen)
Wen die Geschichte unserer Feste in Lollar interessiert, kann den Beitrag „33 Feste in Lollar“ nachlesen. Das ist eine persönliche kurze Chronik, die ich zunächst in den nicht öffentlichen Bereich setzte, das heißt, ihr müsst Euch anmelden und erhaltet ein Password. mit dem ihr künftig Zutritt zu diesen privaten Bereichen habt.
Wenn Euch aber der Ablauf der Feste interessiert:
Natürlich gab es für diese Feste einen harten Kern von 8 bis 10 teilnehmenden Freunden, die möglichst alle dabei sein wollten. Also fand die Terminplanung bereits während eines Kurzurlaubs über Sylvester im Freundeskreis auf Amrum statt. In der Regel kurz nach Jahresbeginn begannen wir mit der Verfassung einer Einladung. Wolfgang, mein Mann, machte sich daran, ein gerade aktuelles persönliches, gesellschaftliches oder politisches Thema zum Aufhänger für seine launigen Einladungen zu wählen.
Beispiel gefällig?
Lollar 2.2.2007
Liebe Freunde,
das war es dann: Der Winter fällt aus. Es hat ja keiner auf uns gehört, bzw. auf Wolfgangs Vetter Berkemeyer in Ratzeburg, der bekannter Weise Bauer war. Er sagte schon im Jahr 1961, dass es mit dem Atom ein böses Ende geben wird. Recht hatte er. Dann kam das Ozonloch dazu, dass man damals ja noch nicht kannte. Die Auswirkungen auf den Menschen sind unabsehbar, von der Natur ganz zu schweigen. Der moderne Mensch hat sich doch gerade daran gewöhnt, hinter seiner automatisch beschickten Pelletheizung mit reduzierter Aktivität in einem winterschlafähnlichen Zustand dahinzudämmern. Heute schaut er, bei zu hohen Außentemperaturen schwitzend, auf die tobenden Stürme, die dabei sind, den mühsam getrimmten Ziergarten in seinen ursprünglichen natürlichen Zustand zu versetzen.
So kann der Mensch die Regeneration durch den Winterschlaf nicht genießen. Er verfällt in einen labilen Zustand, der ihn innerlich zerreißt. Dämmerzustand oder Verteidigung des eigenen Territoriums, nämlich dem Ziergarten? Das beste Beispiel solcher Zerrissenheit zeigt derzeit Edmund Stoiber.
Was geht das aber uns an (frage ich mich auch, aber nur zwecks Überleitung)? Ist der Mensch, auch gerade der Berliner, die extremen Nordlichter oder die gemäßigten Hessen in der Lage, bereits im März den Zustand der Labilität zu überwinden? Kann er sich den Strapazen einer Auto- oder Eisenbahnreise, überflüssiger und weltfremder Diskussionen, exzessiver Völlerei und sinnloser Hopserei bei zu lauter Musik bereits aussetzen? Oder droht der Menschheit ein Dauerzustand der Unentschlossenheit, nur weil der Scheißwinter fehlt ?
Wir hoffen und laden ein zu unserem Fest in Lollar am
1. März 2007 um 20.00 Uhr.
Bei rechtzeitiger Anmeldung bemühen wir uns (zugegeben mit wechselndem Erfolg), Euch angemessen zu beherbergen oder unterzubringen, Häppchen vorzuhalten und das ein oder andere Bierchen zu kühlen. Ihr müsst uns nur Bescheid sagen und Eure Vorlieben, am besten im Klartext, benennen. Zaghafte Andeutungen kriegen wir in unserem Dämmerzustand derzeit nicht mit. Kommt bitte zahlreich und reißt uns da raus.
Liebe Grüße
Immer gab es zwei Einladungen, die für die Wochenendbesucher und die für die Teilnehmer an der Fete am Samstagabend.
Nach der nachmittäglichen Anreise findet freitags ein sogenanntes „gesetztes Essen“ statt. Es wird eine lange Tafel aufgebaut, an der bis zu 15 Personen Platz haben. Unser alter normaler Esstisch war dazu bestens geeignet. Auf jeder Seite konnte er zweimal ausgezogen werden, es klappten dann sogar Zusatzbeine aus. Bestimmt 15 Jahre lang habe ich für diesen ersten Abend entweder Fondue oder Raclette zubereitet. Und dann kam das Jahr, in dem ich zufällig etwas anderes vorbereitet hatte. Das nahmen unsere Freunde zum Anlass einzugestehen, dass ihnen die Fondue/Raclette-Geschichte längst zu langweilig geworden war. Von da an gab es dieses Essen nie wieder. Häufig versuchte ich bereits für den Freitag etwas zuzubereiten, was zum kulinarischen Motto des folgenden Samstag passte.
Das war nämlich eine der Besonderheiten dieser Feste. Samstags kamen weitere Besucher und abends auch Freunde aus dem nahen Umland, um eine ausgiebige Fete zu feiern. Dann waren wir zwischen 25 und 35 Personen. Es gab jedes Jahr ein kaltes und warmes Buffet, das in einer gemeinschaftlichen Kochaktion am Samstag zwischen 18.00 und 19.30 Uhr von ca. 8 Personen zubereitet wurde. Danach machten wir uns fein, um pünktlich die aushäusigen Gäste zu empfangen. Natürlich war das selbst in unserem Haus in der 16 m² großen Küche eng. Aber es ging und wir hatten Spaß. Jedes Jahr hatte ich mir ein anderes Motto ausgedacht, Gerichte zusammengestellt, Rezepte kopiert, variiert, manchmal auch selbst erfunden, und die Menükarte geschrieben.
Hessen à la carte
Spundekäs
Matschko
Spargelsülze
Schmierkuchen und Fettebrote vom Ausgehobenen
Löwenzahnsalat
Mottessalat
Sauerkrautsalat
Gefüllte Zucchini
Backofenkartoffeln
Lauchzwiebelgemüse
Kerbelsuppe
Dippehas
Wildgeflügelterrine
Saurer Schinken
Ochsenbrust mit grüner Soße
Rotweinkuchen
Rieslinggelee
Schwarzer Magister
Kirschenmichel
Alles war eingekauft, so weit wie möglich vorbereitet, einige Gerichte auch ganz fertig, und die Aufgaben wurden nach Fähigkeiten verteilt. Währenddessen bereitete Wolfgang die Räumlichkeiten vor. Der große Tisch diente als Buffet, Raum zum Tanzen wurde geschaffen , die extra ausgeliehene Musikanlage installiert, später sogar ein Stehtisch für die passionierten Thekensteher aufgestellt und Getränke bereitgehalten. Einer unserer Freunde diente der Küchencrew als Mundschenk, und es gab auch tatsächlich welche, die in diesem Tohuwabohu Sportschau guckten. Jedenfalls waren die Vorbereitungen immer eine Riesengaudi und gehörten einfach zum Event.
Während wir am Freitag meistens zwischen 2 und 3 Uhr fertig waren mit Essen, Trinken und Schwatzen, endeten die Feste samstags erst im Morgengrauen gegen 6 Uhr. Jedes Mal war dann aber auch alles aufgeräumt und bereit für die Frühstücksbrigade, die ab acht Uhr morgens mit Kaffeekochen, Tischdecken und Brötchenbacken beschäftigt war. Logisch, dass ich an einem solchen Wochenende nicht viel Schlaf bekommen habe. Am Samstagmorgen waren beim Frühstück ja nur die Hausbewohner, Sonntagmorgen kamen aber auch zu wechselnden Zeiten alle zu uns, die in den Hotels und Gasthöfen übernachtet und dort natürlich das Frühstück verpasst hatten.
Nach dem Frühstück bildeten sich Gruppen für verschiedene Aktivitäten, einen Ausflug, eine Wanderung, einen Besuch bei Freunden in der Nähe. Manche nahmen schon mal das erste Bier für den Nachdurst und fanden Gleichgesinnte zum weiteren Schwatz über alte und neue Zeiten. Einige reisten natürlich auch schon ab.
Sonntagsabend klang das Fest dann beim Abendessen in einem örtlichen Restaurant aus, zu dem wir traditionellerweise eingeladen wurden. Die Heimfahrt traten die meisten Montag Mittag per Zug an, nach einem ausgiebigen Frühstück, dem Abbau der Betten, dem Zusammenpacken der persönlichen Habseligkeiten und dem Verstauen aller Essenreste in unserem Auto. Die nahmen wir nämlich mit ins Büro, wo sie dann mit Interesse von unseren Mitarbeitern erwartet und vertilgt wurden.
Wie das alles ging, erzähle ich Euch gern beim nächsten Mal.
It’s my Life
In meinem Leben habe ich einige Interessen, die mich immer begleitet haben. Dazu gibt es Dokus, die ich mit Freunden teilen möchte.
Die wichtigsten:
Feste Feiern
Reisen so weit weg wie möglich
Webseiten erstellen gehört nicht dazu. Also taste ich mich heran und optimiere, wenn mein sicher zunehmender Erfahrungsschatz es zulässt.
Worum es mir geht?
Seit mehr als 30 Jahren feiere ich ausgiebige Feste mit Freunden. Die wichtigste Einladung im Jahresverlauf gilt einem Fest über ein ganzes Wochenende: Schon die Einladungen haben Bezug auf die „Weltlage“, Freunde reisen Freitagnachmittag an, Abendessen für 15 Personen, samstags Ausflug und abends großes Büffet für rund 30 Personen, Gespräche, Tanz, Feiern bis zum Morgengrauen, Abreise Montagmittag. Alles findet in unserem Haus statt, bis zu 15 Personen übernachten dort, es wird gekocht nach wechselnden Themen, nie habe ich mich beim Samstagsbüffet wiederholt, kein Catering.
Dazu gibt es Aufzeichnungen, Rezepte, Menükarten, Einkaufslisten…
Schon immer bin ich gern verreist, ich hatte Vorstellungen von meinen Reisezielen und wollte wissen, wie es dort wirklich aussieht. Lange Zeit hat Arbeit mich von ausgiebigen Reisen abgehalten. Jetzt, wo ich frei bin und so oft weg kann, wie ich will, brauche ich einen gewissen Komfort, Rucksack und Schlafsack auf der Erde kommt nicht mehr in Frage. Aber exotisch kann es gern sein, wir besuchen ein Land ausgiebig, häufig auf wenig genutzten Routen. Die Planung ist aufwendig, die Reisen selbst immer noch einigermaßen anstrengend.
Mein Mann macht Tausende von Fotos und stellt eine Auswahl in sehr persönlich kommentierten Reiseberichten zusammen.
Das alles haben wir immer schon gern mit interessierten Bekannten geteilt. Emails und Dropbox sind dafür zu aufwendige Wege, vielleicht gelingt es mit dieser Webseite besser. Wir teilen unsere privaten Erinnerungen natürlich nicht unbesehen mit jedem. Deshalb wird es einen öffentlichen Bereich geben und einen passwortgeschützten.
Über Kommentare und Zuschriften freue ich mich aber in jedem Fall. Als erstes gibt es deshalb eine Emailadresse susanne@susannestruck.de.
Soviel für den Anfang. Bis bald